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ABWASSERGEBÜHREN 2017

Der Unterhalt, die Modernisierung und der Ausbau der Abwasserbeseitigungsanlagen kommen allen Remscheider Bürgern zugute. Aber sie verursachen auch Kosten, die in Form von Gebühren auf die Nutzer umgelegt werden. Das Verfahren hierfür ist genau geregelt und unterliegt strengen Kriterien. Die Technischen Betriebe Remscheid versenden Anfang jeden Jahres mit den Grundabgabenbescheiden eine Übersicht  über alle aktuellen Gebühren, aus der auch die Vergleichszahlen des Vorjahres hervorgehen.

Nachstehend die Abwassergebühren 2017 gemäß Ratsbeschluss vom 13.12.2016 (bei Abweichung Vorjahresbetrag in € in Klammern):

  Zusatzinfo Entgelt
Schmutzwassergebühr pro m3 Frischwasser 2.54 EUR
(2,58)
Schmutzwassergebühr für beitragspflichtige Mitglieder im Wupperverband 1,21 EUR
Niederschlagswassergebühr pro m2 angeschlossene Fläche 1,38 EUR
(1,40)
Kleinkläranlagen pro m3 abgefahrenen Anlageninhalts 69,82 EUR
Kleineinleiterabgabe pro m3 Frischwasser 0,44 EUR

(Mitglieder im Wupperverband (größere Industriebetriebe) zahlen die für sie anfallenden Kosten der Abwasserklärung direkt an den Wupperverband. Daher sind ihre Abwassergebühren geringer.)

Allgemeine Erläuterungen zu den Abwassergebühren
Bis zum 31.12.2009 wurden Ihre Schmutzwassergebühren mit dem Grundabgabenbescheid der Stadt Remscheid festgesetzt. Die Grundlage für diese Berechnung war der Wasserverbrauch der letzten Abrechnung von der EWR GmbH. So konnte es passieren, dass bis zu zwei Jahre alte Wasserverbrauchsdaten für die Gebührenabrechnung zugrunde gelegt wurden. Diese Regelung führte zu Unverständnis bei vielen Bürgerinnen und Bürgern und zu Schwierigkeiten bei der Erstellung von Nebenkostenabrechnungen bei Vermietern.
Seit dem 01.01.2010 werden die Schmutzwassergebühren daher zusammen mit dem Frischwasser durch die EWR GmbH abgerechnet. Die Festsetzung der Schmutzwassergebühren erfolgt dabei durch gesonderten Bescheid der Stadt. Bescheid und Abrechnung werden in einem Umschlag versendet.
Ihr Grundabgabenbescheid enthält somit keine Forderungen zu den Schmutzwassergebühren.

Frischwasserverbrauch für die Gartenbewässerung:
Auf Antrag kann die in Rechnung gestellte Wassermenge, die nachweisbar verbraucht und somit der öffentlichen Abwasseranlage, Sammelgrube oder einem Gewässer nicht zugeführt wurde, von der Abwassermenge abgesetzt werden. Der Antrag ist spätestens 14 Tage nach dem Ablesetermin (§7 Abs. 1) bei der Stadt Remscheid - TBR - zu stellen (Vordruck PDF 979KB).
Die Bagatellgrenze von vormals 15 m3 innerhalb eines Kalenderjahres gilt seit dem 01.01.2013 nicht mehr.

Gebühren für die Ausfuhr der Schlämme aus Kleinkläranlagen:
Bislang wurden diese Gebühren nach dem Frischwassermaßstab erhoben. Seit dem 01.01.2010 werden diese Gebühren nach dem Ausfuhrmaßstab veranlagt. Die Gebühren werden also nach der Menge des abgefahrenen Anlageninhalts der Kleinkläranlagen berechnet. Die Ausfuhrmenge wird an der Messeinrichtung des Abfuhrfahrzeugs festgestellt. Die Gebühr wird nach der Entleerung der Kleinkläranlage durch gesonderten Bescheid erhoben.

Niederschlagswassergebühren:
Gemäß der Entwässerungsgebührensatzung der Stadt Remscheid müssen bebaute und/oder befestigte Grundstücksflächen an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Als befestigte Flächen gelten alle künstlich befestigten Flächen, z.B. asphaltierte, plattierte oder gepflasterte Flächen. Auch mit so genanntem Ökopflaster belegte Flächen gelten als befestigte Flächen und unterliegen diesem Anschlusszwang.
Ausnahmen sind nur in den seltenen Fällen möglich, bei denen ein unverhältnismäßig hoher, nicht zumutbarer Aufwand für den Anschluss nachgewiesen werden kann. In diesen Fällen genügt ein formloser Antrag an die TBR mit folgenden Anlagen:

  • Lageplan, eventuell mit Geländeschnitt,
  • Beschreibung der Grundstücksfläche mit Art der Versiegelung oder Bebauung und der Nutzungsart,
  • Beschreibung des technischen Aufwandes für den Anschluss mit nachprüfbarer Kostenschätzung,
  • Erläuterung, warum der Aufwand nicht zuzumuten ist.