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Das Reparaturen-Café

Sympathischer Beitrag zur Abfallreduzierung

Die Idee: Jede Bundesbürgerin und jeder -bürger produziert im Schnitt über 450 Kilogramm Müll im Jahr. Das sind insgesamt mehr als 37 Millionen Tonnen.

Um nachhaltig einen gesunden Umgang mit ökologischen und ökonomischen Ressourcen zu befördern, entstehen aktuell deutschlandweit Reparaturen-Cafés. Diese fördern auch das soziale Miteinander im Gemeinwesen: Im Gegensatz zur herkömmlichen Dienstleistung verstehen sich Reparaturen-Cafés als ehrenamtliche und nachbarschaftliche Treffen, bei denen die Teilnehmer gemeinsam mit Fachfrauen und Fachmännern unentgeltlich ihre defekten Gegenstände reparieren. Neben der Förderung des Prinzips „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird durch das gemeinsame Reparieren auch ein Beitrag zur „sozialen Interaktion“ und somit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben geleistet.

Konkret: Ob elektronische Geräte wie Lampen oder Radios, Fahrräder oder Kleidungsstücke – jeder soll die Möglichkeit haben, defekte Gegenstände unter praktischer Anleitung vor der Mülltonne zu retten. Werkzeug ist vorhanden, Ersatzteile müssen bei Bedarf kostenpflichtig bestellt werden. Dafür sind Beratung und Reparaturanleitung kostenlos. Gemütliches Kaffeetrinken und Austauschgespräche sollen ebenso zum Angebot gehören wie das Miteinander von Menschen unterschiedlichen Alters oder Herkunft.

Übrigens: Das Reparaturen-Café ist keine Konkurrenz für das Handwerk. Im Gegenteil: Das Diakonische Werk weist auf Fachbetriebe hin, falls eine Reparatur erfolglos oder nicht möglich sein sollte. Die Ehrenamtlichen schauen sich die mitgebrachten Geräte und Gegenstände an und versuchen dann gemeinsam mit dem Besitzer / der Besitzerin, diese zu reparieren. Die Reparaturleistung selbst ist kostenlos. Die benötigten Ersatzteile sind zu bezahlen. Müssen Ersatzteile erst beschafft werden, erfolgt die Reparatur zu einem späteren Termin. Auf diese Weise setzt das Reparaturen-Café ein Zeichen gegen die Wegwerf-Mentalität, für einen verantwortungsvollen, wertschätzenden Umgang mit unseren Ressourcen. Es soll sich zu einem entspannten Treffpunkt in der Innenstadt für gemütliches Kaffeetrinken und Gespräche übers Reparieren und vieles andere entwickeln.

Die Reparaturschwerpunkte:

  • Fahrräder (auch Skateboards, Inliner, Cityroller, Bollerwagen)
  • Elektro (Lampen, Radios usw. Keine Drucker, Smartphones, Tablets)
  • Nähhilfe (Näharbeiten, Nähkorrekturen)
  • Holz / Metall / Kunststoff

Repariert wird in den Räumen der Stadtkirchengemeinde (Wintergarten des Ambrosius-Vaßbender-Saals) an jedem 2. und 4. Mittwoch zwischen 11.00 - 13.00 Uhr. (Im August wird eine Sommerpause eingelegt.)

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Koordiator beim Diakonischen Werk, Herrn Thomas Grzeschik (T.Grzeschik@diakonie-kklennep.de).